Bürgermeister Thuls politischer Stinkefinger

Matthias Thul zeigt dem Stadtrat einen politischen Stinkefinger (Sinnbild)

Bürgermeister Thuls politischer Stinkefinger

#Stadtrat51702 – Am 9.11.2020 um 17.00 Uhr war die Katze aus dem Sack: Der neue Bürgermeister Matthias Thul engagiert den ehemaligen Bürgermeister Wilfried Holberg als Berater für Projekte in der Altstadt in dem Stadtentwicklungskonzept. So verkündete das Internetmagazin “OA”, nach dem scheinbar ein bisher unbekannter Stadtratsspatz aus dem Protokoll der letzten nicht öffentlichen Stadtratssitzung gezwitschert hatte.

Ein Skandal – ein politischer Stinkefinger!

Bereits während dieser besagten Stadtratssitzung haben Jens-Holger Pütz (UWG) und Wolfgang Lenz (FDP) sehr lautstark gegen diese dreiste Frechheit protestiert. Es ist ein Skandal, dass der Stadtrat bei so einem sehr emotionalen Thema einfach nur vor vollendete Tatsachen gestellt wird und weder vorher befragt. Am 31.10.2020 haben sehr viele Menschen auf den letzten Arbeitstag vom Ex-Bürgermeister angestoßen – alle waren froh, dass dieses sehr unsägliche Kapitel zu Ende ist und nun DAS!

Wahlbetrug?

Wie wären wohl die damaligen Bürgermeisterwahlen ausgegangen, wenn das CDU Wahlklientel alle Fakten gewusst hätten. Hätten Sie dem CDU Kandidaten Matthias Thul die Stimme im ersten Wahlgang gegeben, wenn sie gewusst hätten, dass Thul im zweiten Wahlgang mit den Grünen paktiert? Hätten Sie im ersten Wahlgang ihn gewählt, wenn Sie gewusst hätten, dass die “Causa Holberg” einen zweiten Akt nach der Wahl bekommt, um in der Sprache von Axel Krieger zu bleiben …?

Matthias Thul: Was soll so eine Provokation?

Nach der Wahl waren wir alle froh, dass unsere Stadt endlich einen neuen Bürgermeister hat. Alle hatten die Hoffnung, dass dieser neue Bürgermeister aus den Fehlern seines Vorgängers gelernt hatte. Gerade das Thema “Kommunikation” war beim alten Vorgesetzten von Matthias Thul nicht die persönliche Stärke. Nun wiederholt sich dieses Kommunikationsdebakel beim neuen Bürgermeister! Wir im Stadtrat – und gerade die UWG – haben einen ganz klaren Wählerauftrag. Diesen werden wir umsetzen. Scheinbar will der neue Bürgermeister gegen die Mehrheit agieren. In unseren Vorgesprächen zur ersten Stadtratssitzung ist er schon sehr negativ aufgefallen.

Den öffentlichen Teil der ersten Stadtratssitzung hatte unser neuer Bürgermeister sehr solide geleitet. Nur im nichtöffentlichen Teil zerstörte er seine “B-Note” mit diesem “Holberg-Affront”. Das Vertrauen in unseren neuen Bürgermeister wurde nun bereits nach wenigen Tagen Amtszeit sehr stark beschädigt. Es hätte ihm klar sein sollen, dass die Mehrheit im Stadtrat diesen nicht akzeptablen Beratervertrag ablehnen würde. Ich bin mir auch sehr sicher, dass viele Bergneustädter dieses nicht akzeptieren werden. In den sozialen Netzwerken startet aktuell schon ein kleiner Shitstorm. Meiner Meinung nach absolut verdient!

Meine Bitte an den neuen Bürgermeister: Herr Thul – Sie versprachen uns eine neue Transparenz und eine bessere Kommunikation. BITTE fangen Sie nun endlich damit an und schneiden Sie alte Zöpfe ab. Wie sollen wir sonst mit Ihnen in den nächsten fünf Jahren noch vertrauensvoll zusammenarbeiten?! Es liegt an Ihnen. Auch, wie lange dieser höchst fragwürdige Beratervertrag noch läuft.

Ich persönlich habe diese Aktion als politischen Stinkefinger wahrgenommen… Da war ich bestimmt nicht der Einzige in der letzten Stadtratssitzung! 

 

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Comment (1)

  • Gabi Faulenbach Reply

    Sehr gut geschrieben und alles auf den Punkt gebracht ..! Ehrlichkeit und Transparenz sind jedenfalls Lichtjahre entfernt … aber das Politik nicht vertrauenswürdig ist, ist ja bekannt .. warum sich also falscher Illusionen hingeben.. es wird sich nichts ändern…

    10. November 2020 at 11:18

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